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Nicht in 80 Fragen, sondern nur einmal um die Welt

Von ANDI STOLZ

Ich will, bevor mein Bericht beginnt, meiner Leserschaft ein gutes neues Jahr 2019 wünschen und die Gelegenheit gleich beim Schopf packen, um die Werbetrommel für die Quizserie „In 80 Fragen um die Welt“ rühren. Wer es noch nicht probiert hat, unbedingt dieses Jahr probieren!

Doch ich wollte eigentlich über unseren Ausflug nach Memmingen berichten. Eine neue Saison steht an und nach einem sehr interessanten und lustigen Quizjahr will ich mich erneut an den Fragen des deutschen Quizverbandes versuchen. Eine Rückkehr nach Memmingen war überfällig, schließlich war ich das letzte Mal Anfang September dort.

Die Witterungsbedingungen an der Alpennordseite hatten diesen Monat durchaus einen Einfluss auf das Quiz. Zwar gehörten Claudia und ich nicht zu den Pechvögeln, die das Quiz ausfallen lassen mussten, doch ein kleiner Umweg war schon notwendig, schließlich sind sowohl die Strecke über den Fernpass, als auch jene über Garmisch und über den Achensee gesperrt. Um Tirol in Richtung Norden zu verlassen, mussten wir an Kufstein vorbeifahren, bzw. eigentlich durch die Dörfer rund um Kufstein, denn auf der Autobahn gab es ca. 10 Kilomater Stau.

Der Zeitverlust an sich war überschaubar, wir waren sogar mehr als eine halbe Stunde zu früh dort, wir sind aber auch extra früh losgefahren. Um nicht eine Stunde zu früh zu sein, haben wir uns den ersten Durchgang vom Skirennen bei einer kleinen Fahrpause angesehen.

Im Gegensatz zum Schweizer DQV Standort herrscht in Memmingen Hochbetrieb, über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wobei ich auch erfahren durfte, dass in der Schweiz immerhin 7 Personen gespielt haben.

Doch zurück zu unserem Quizsamstag. Den Städtecup am Anfang zu spielen hat Tradition auch wenn es diesmal ein kleiner Fehler war. Wir haben zwar phantastische 19 Punkte (von 20) geschafft, hätten wir den Spezialcup jedoch vorher gespielt, wären es 20 gewesen. So wird es wieder nichts mit einem Sieg im Städtecup. Man muss dazusagen, der Städtecup war diesmal auf der leichteren Seite, trotzdem wieder einiges zum Nachdenken, die Zeit war also schon nötig.

Der Spezialcup Geschichte wurde gestellt von Manuel Hobiger. Ein chronologisch aufgebautes Meisterwerk an Geschichtefragen mit recht detaillierten Fragen, sodass ich zum ersten Mal seit langem wieder die volle Zeit bei einem Einzelquiz in Anspruch nehmen musste. Es hat sich aber ausgezahlt, denn zum ersten Mal seit langem, ist mir meine Haus- und Hof-Kategorie Geschichte so richtig aufgegangen. 48,5 Punkte sind nicht nur ein hervorragendes Ergebnis für mich, es hat mir auch ein Freigetränk beschert (ein kleiner Zusatzpreis am Standort Memmingen für den Besten in einem Quiz, ausgelobt vom Proktor Christoph Paninka). Zwar nehme ich an, dass die Punktezahl im Vergleich zum Vorjahr etwas höher sein wird, trotzdem darf man die Konkurrenz im Geschichtespezialcup in Memmingen keinesfalls unterschätzen. Neben sehr vielen sehr guten Quizspielerinnen und Quizspielern die einem immer ein hartes Rennen um die Platzierungen liefern, sind hier zusätzlich auch noch einige davon Geschichtelehrerinnen bzw. Geschichtelehrer, denen diese Kategorie aus offensichtlichen Gründen ebenfalls entgegenkommt. Es freut mich auf jeden Fall sehr, dass mir in meiner vermutlich stärksten Kategorie auch eine sehr gute Punktezahl gelungen ist, völlig unabhängig von der Platzierung. Es passiert mir leider zu oft, dass ich in Geschichte nicht meine besten Leistungen erbringe.

Im KO Quiz war mir trotz Finaleinzug ein Podestplatz verwehrt bzw. ich habe ihn mir selbst verwehrt. Am Ende blieb mir im Stechen um den 3. Platz nur der 5. Rang übrig, obwohl ich in Runde 2 meine Lieblings- und Dauergegnerin Steffi aus dem Bewerb nehmen konnte. Wir treffen uns auch aber jedes Mal, ist inzwischen ein echter Evergreen beim Memminger KO Quiz.

Der Deutschlandcup. Es ist zwar keine Premiere (gleiches ist mir schon im Dezember 2017 passiert) aber trotzdem nicht gerade ein Hochgefühl, wenn man bei den 100 Fragen des Deutschlandcups weniger Punkte hat als bei den 60 Fragen des Spezialcups. Passiert ist es mir trotzdem. Ich persönlich fand den Cup sehr schwer, ich bin aber durch Gespräche sowohl in Memmingen als auch darüber hinaus zu der Erkenntnis gekommen, dass ältere Spielerinnen und Spieler den Cup als relativ leicht empfunden haben, während jüngere Spielerinnen und Spieler so wie ich, den Cup als sehr schwer empfunden haben. Bin schon sehr auf die bundesweiten Ergebnisse gespannt, ob sich dieser Eindruck auch dort ablesen lässt.
Das allseits beliebte Buzzerquiz wurde diesmal von Roland moderiert und gestellt. Er hat sich dabei etwas Besonderes einfallen lassen: Jede Frage hatte etwas mit dem Thema „Pferde“ zu tun. Wer aber glaubt, dass hier ein einseitiges Quiz herauskam, der irrt. Man glaubt gar nicht wie viele verschiedene Themenbereiche man mit dem Thema Pferd abdecken kann. Auch wenn ich nicht meine beste Leistung gebracht habe, das Quiz war wirklich sehr fein ausgedacht. Und den Größen der bayrischen Quizszene soll zu denken geben, dass es in Memmingen einen sehr jungen Spieler gibt (einige Jahre jünger als ich) der nicht nur jetzt schon gut abschneidet bei den diversen Quizformaten, er kann auch sehr gut und vor allem extrem schnell auf gegebene Antworten bei einem Buzzerquiz reagieren und so noch einen Treffer landen, sollte sein Gegner einmal schneller gewesen sein. Namen will ich nicht verraten, schließlich will ich nicht sinnlos Druck erzeugen und es soll für altgediente, erfolgreiche Quizzer auch in den kommenden Jahren noch Überraschungen geben.

Die Heimreise stand an und natürlich führen wir nicht einmal um die Welt, aber einmal um das Karwendelgebirge (und noch ein wenig mehr), denn heim fuhren wir nicht über Kufstein, sondern über Bregenz und den Arlbergtunnel. Das haben wir uns auf der Hinfahrt nicht getraut, nicht dass dann wie unter der Woche geschehen, die Straße für mehrere Stunden gesperrt werden würde. Wir haben uns weg-, aber nicht quiztechnisch im Kreis bewegt.

Ich möchte mich sehr herzlich bei Claudia bedanken, dass sie mit mir nach Memmingen gefahren ist. Ich glaube sie freut sich noch mehr auf den Februar als ich um die Chance zu erhalten sich in den 2 beziehungsinternen Niederlagen gegen mich zu revanchieren, allen Fragenautoren und vor allem allen Quizzerinnen und Quizzern in Memmingen, es hat mich sehr gefreut nach so langer Zeit wieder bei euch sein zu können.

Ein Quizwochenende an zwei Standorten

Bericht von den bayerischen Quizmeisterschaften und aus Zürich.

VON ANDI STOLZ

Wenn ich (in Begleitung) nicht nur an einen anderen Standort fahre zum Quizzen, sondern sich dieser Ausflug über zwei oder mehr Tage zieht, nenne ich das Großereignis. Dieses Jahr gab es bisher drei solcher Großereignisse: die deutsche Quizmeisterschaft samt WM im Juni in Potsdam, die österreichische Quizmeisterschaft im Oktober in Wien und die Europameisterschaft im November in Venedig. Immer ein Standort und viele verschiedene Quiz bzw. Quizformate.

Vergangenes Wochenende war in dieser Hinsicht besonders, denn ich war zwar das ganze Wochenende mit Quizzen beschäftigt, allerdings an zwei und nicht nur an einem Standort. Vom Format kein klassisches Großereignis, aber angefühlt hat es sich wie eins. Wir waren am Samstag (zu viert) bei den bayerischen Quizmeisterschaften in München und am Sonntag (zu zweit) beim Deutschlandcup in Zürich und durften danach noch an einem wirklich sehr guten Pubquiz teilnehmen.

Tag 1

Über die letztjährigen bayerischen Meisterschaften durfte ich vor ca. einem Jahr in dieser Rubrik schon berichten. Im Gegensatz zum letzten Jahr waren wir nicht nur zu zweit (Spidertachonautengang) sondern zu viert, denn mich begleitet haben aus Innsbruck Claudia Lösch und Hannes Kölbersberger und aus Wien kam extra Franz Eichhorn angeflogen. Damit war das Team schon komplett, denn im Gegensatz zu den von uns gewohnten Pubquiz, ist dort die Spielerzahl auf vier begrenzt - diesen Teambewerb wird es ab 2019 übrigens auch auf Bundesebene in Deutschland bzw. bei der deutschen Meisterschaft geben.

Die Geschichte der österreichischen Quizmeisterschaften zeigt, dass kombinierte Teams aus Wien und Innsbruck erfolgsversprechend sind. Und in gewissem Sinne haben wir das wieder bewiesen: wir landeten zwar "nur" auf Platz acht von 15, allerdings nur drei Punkte hinter Platz drei. Das kann sich sehen lassen bei insgesamt 50 Fragen. Allgemein muss ich sagen, dass ein Teamquiz durchaus schwer gestaltet werden kann und trotzdem ein guter Andockpunkt für Neulinge bei einem großen Turnier ist, da man in einem gut zusammenspielenden Team auch als nicht so starker Einzelquizzer viel beitragen kann. Umso schöner ist es, wenn die Fragen nicht nur den Schwierigkeitsgrad gut treffen um den sportlichen Wert zu gewährleisten, sondern ganz allgemein von hervorragender Qualität sind. Erfolgserlebnis: In der 5. und letzten Runde waren wir das Team mit den meisten Punkten.

Es kam das Einzelquiz und ich muss sagen, die Ergebnisse meines Teams decken sich ziemlich genau mit der allgemeinen Stärke als Einzelspieler. Interessant dabei ist, dass ich einer Kategorie wie Kunst und Kultur gleich 14 Punkte holen konnte, während in meiner Haus und Hof Kategorie Geschichte und Politik nur 9 (!) Punkte zu Buche standen, mehr als 13 wären auch nicht möglich gewesen. Schwierigkeit der Runden hin oder her, mit meinem Einzelergebnis kann ich nicht zufrieden sein. Einzelquiz ist auch die ganz hohe Schule, denn bei 120 Fragen kann einem Glück alleine nicht mehr retten. Ich will in diesem Zusammenhang auch die Organisation loben. So schön am Zeitplan und reibungslos wie diese Meisterschaften abgelaufen sind, das ist vorbildlich und braucht sich keinesfalls vor den ganz großen Veranstaltungen verstecken.

Nicht ganz offiziell aber sportlich nicht weniger stark besetzt folgte der finale Bewerb, das Blitzquiz. 32 hochmotivierte Quizspielerinnen und Quizspieler wagten sich in die direkten Duelle. Man muss dazu sagen, dass Wissen alleine noch keine Sieggarantie ist, auch wenn sich der bei internationalen Wettbewerben stärkste Quizzer am Ende durchsetzen konnte. Verschiedene Modi für ein Blitzquiz gibt es ungefähr so viele wie es solche Quiz gibt. Der bei den bayrischen Meisterschaften gewählte sieht so aus: 32 Teilnehmer starteten in die erste Runde, davon bleiben - nach einer Einstiegs- und einer Hoffnungsrunde - noch 12 Quizzer für das Viertelfinale (3er-Gruppen) übrig, ab dem Halbfinale geht es ins 1 gegen 1.

Das ist schon eher mein Bewerb, denn er kommt mir strukturell entgegen. IdR sind die Fragen bei diesem Format nicht ganz so schwer wie bei einem Einzelquiz. Das heißt, der Vorteil mehr zu wissen wirkt sich nicht ganz so stark aus. Natürlich kann man nicht völlig blank in so ein Quiz gehen, denn es ist und bleibt ein Quiz bei dem es um Allgemeinwissen geht. Zweitens bin ich ein recht „offensiver Spieler“, d.h. ich habe meist zu so ziemlich jeder Frage eine Idee, auch wenn ich oft keine Ahnung habe und meine Antwort dementsprechend falsch ist und schreibe (bei einem Einzelquiz) auch fast immer zu jeder Frage eine Antwort, auch wenn dann immer wieder mehr falsche als richtige Antworten dastehen (dementsprechend auch meine Platzierungen in den Einzelquiz). Mit meiner Idee halte ich auch nicht lange hinter dem Berg, womit wir zu drittens kommen: Ich habe sehr viel Übung. Ich spiele nicht nur allgemein sehr, sehr viele Quizfragen, ich spiele auch sehr viele Blitzfragen. Man entwickelt einfach ein Gefühl dafür und kann dann schon während die Frage noch läuft die Antwort geben. Schnelligkeit hilft natürlich auch. Es ist und bleibt aber auch eine Glückssache, denn bei so wenigen Fragen kann der Zufall schon eine gewichtige Rolle spielen. Langfristig setzen sich aber auch hier die starken Quizzer idR. durch.

Schon letztes Jahr durfte ich an diesem Bewerb teilnehmen und fand in Dirk Vielhuber meinen Meister und schied aus. Eine Revanche war mir dieses Jahr (leider) nicht vergönnt, dafür nutzte der spätere Sieger Lorcan Duff seine Chance zur Revanche gegen mich und setzte sich völlig verdient mit drei Punkten Vorsprung durch, im kleinen Finale konnte ich jedoch wieder reüssieren (gegen Martin Ehrl).

Die An- und Abreise nach München ist an sich ein Traum. Auto, Zug, Bus und Flugzeug steht einem zur Verfügung um in die bayerische Landeshauptstadt zu kommen (z. B. für ein Quiz?). Man unterschätzt jedoch gelegentlich den Weg, der einem noch IN München bevorsteht. Claudia und ich hatten also genügend Zeit uns von Hannes (stieg am Busbahnhof aus) und Franz (musste zum Flughafen) zu verabschieden und begaben uns zum zweiten Ziel unseres Quizwochenendes.

Tag 2

Tag 2 begann noch vor dem Schlafengehen, denn wir kamen erst einen Hauch nach Mitternacht in Zürich an. Erste Gelegenheit von den bayerischen Meisterschaft zu erzählen, denn unser Gastgeber war der Fernsehjäger und Mitglied der deutschen Nationalmannschaft Manuel Hobiger, der leider nicht in München sein konnte.

Szenenwechsel ähh ich meine Wetterumschwung. So wenig freie Parkplätze es in Zürich gibt, so wenig ließ sich die Sonne am Sonntag blicken. Ein Grund mehr, die Stadt möglichst bald wieder zu besuchen, denn sie hat einiges zu bieten, sowohl quiztechnisch als auch rundherum. Da für den Nachmittag der Deutschlandcup auf dem Programm stand und uns die Weisheiten von Quiz-Ill-Sung und Quiz-Jong-Ill[1] einen langen Schlaf bescherten mussten wir uns einen Programmpunkt aussuchen vor dem Quiz: Die ETH Zürich, besser gesagt die Ausstellung über Geologie,unser Sonnensystem und vor allem der Erdbebensimmulator. Sehr interessante Erfahrung, ich kann es nur empfehlen. Ebenfalls empfehlen will ich den Sternengrill, die Bratwürste dort sind überragend.

Das Quiz fand in einem Pub namens Shamrock statt. Das ist insofern witzig, denn der erste Eintrag in der Rubrik "Sowieso Andi" war ein Bericht über ein Quiz in einem Pub namens Shamrock, damals allerdings in (welch Zufall) München.

Der Deutschlandcup und der Spezialcup waren sehr anspruchsvoll. Da der Bewerb noch nicht zu Ende ist, darf ich über die Fragen nichts verraten, nur so viel: Claudia hat die Runde in unserem ewigen Duell für sich entschieden. Der Spezialcup Wissenschaft war ebenfalls sehr anspruchsvoll und eine gut gewählte Zusammensetzung aus Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Keine reine Abfrage von Zahlen und Daten, sondern sehr hintergründige Fragen. Wem dieser Spezialcup gefallen hat, dem kann ich nur die Ö80 Ausgabe aus dem Oktober diesen Jahres von Daniel Leitner ans Herz legen, die Fragen dort sind ähnlich interessant und gut gestellt.

Im Städtecup spielten wir zu fünft, eine kleine aber feine Runde, für den Standort Zürich jedoch schon eine halbe Volksversammlung. Mit dabei war auch der spätere Quizmaster und Mitglied der Schweizer Quiznationalmannschaft Rajan Thambehalli. Verstärkt hat uns außerdem noch Philipp Rohrer, ebenfalls Mitglied der Schweizer Nationalmannschaft. Wie gut wir abschneiden, wir werden sehen, ich fürchte zum Sieg wird es nicht reichen.

Zum ersten Mal konnte ich jeden Deutschlandcup des Jahres spielen, wenn auch an insgesamt drei verschiedenen Standorten. Mit einem Platz unter den besten 100 wird es wohl nichts werden, aber es soll ja noch Ziele für die nächsten Jahre geben. Ich bin trotzdem sehr zufrieden, da es doch einige Highlights für mich gab und Ziel ist es vor allem, mich in meinen starken Themen in den Spezialcups zu steigern.

Letzter Programmpunkt, das Pubquiz, sozusagen der Ursprung unseres schönen Sports. Als Innsbrucker Quizspieler ist man sehr verwöhnt, wenn es um die Qualität von Fragen geht, aber das Quiz im Shamrock kann da mühelos mithalten. Gut ausgewählter Schwierigkeitsgrad über fünf Runden, schnell aber nicht hastig durchgeführt brachte uns einen knappen zweiten Platz und folgende witzige Begebenheit: Bei der Listening Round kam ein Lied ("Always on my mind" in der Version der Pet Shop Boys), welches am Tag danach auch im Galway Bay in Innsbruck abgefragt wurde. Rajan ist nicht nur ein hervorragender Quizspieler, sondern ein wirklich ausgezeichneter Quizmaster. Ich bin sehr gespannt, wie sein Fußballquiz im FIFA Museum wird, das werde ich mir sicher nicht entgehen lassen, aus Zürich wird bei "Sowieso Andi" garantiert wieder berichtet.

Ein wirklich tolles Wochenende mit Fragen über Fragen. Ich will mich ganz herzlich bedanken bei meinen Mitquizzern Franz, Hannes und natürlich Claudia, bei den Organisatoren der bayerischen Quizmeisterschaft, insbesondere Jörg Wunsch und vor allem bei Manuel Hobiger für den tollen Tag in Zürich. Es hat mich auch sehr gefreut, wieder viele bekannte Gesichter aus Memmingen zu treffen. Der Quizstandort Memmingen hat ganz allgemein wieder sehr viele Erfolge bei der BYQM erringen können. Ein würdiges Großereignis für mich persönlich zum Jahresausklang.


[1]Zur Erklärung: Manuel Hobiger hat bei einer Nordkoreareise einst einige Schriften erworben, unter anderem Bücher mit Erzählungen aus dem Leben von Kim Ill Sung und Kim Jong Ill. Interessant zu lesen, vor allem habe ich gelernt, dass Hühner Eier legen können, wenn man Sie nicht schlachtet.

Wenn einmal nicht die Antwort, sondern der Hinweis in der Frage im Auto mitfährt

VON ANDREAS STOLZ

Was bei dieser Überschrift wohl passiert sein mag? 😉

Doch der Reihe nach. Mit großer Freude war es uns möglich auch im September 2018 am Standort Memmingen den Deutschlandcup und noch viele andere Quiz zu spielen. Für mich persönlich war es ein Jubiläum. Nicht nur, dass ich vor einem Jahr, im September 2017, das erste Mal in Memmingen gespielt habe, es war auch meine 10. Teilnahme am Deutschlandcup. Zeit, ein wenig darauf zurückzublicken.

Jedes Quiz hat mir sehr viel Spaß bereitet. Das hat bisher noch jede lange Anreise voll und ganz gerechtfertigt. Das zeigt auch die Tatsache, dass neben mir noch 5 andere Quizzerinnen und Quizzer ein- oder mehrmals den Weg von Innsbruck nach Memmingen auf sich genommen haben.

Ich persönlich habe in erster Linie liebe und quizbegeisterte Menschen kennengelernt und ich freue mich immer, sie wiederzusehen. Quiztechnisch habe ich neben einer Hand voll kleiner Erfolge sehr viel Erfahrung gewonnen, als Quizspieler allgemein, als Fragenautor und (vor allem) als Buzzerspieler. Letzteres liegt mir gar nicht so schlecht. Der wohl prestigeträchtigste Erfolg gelang mir im August 2018, als ich, neben dem Sieger Sebastian Jacoby der einzige Spieler deutschlandweit war, der 10 von 10 Punkten in meinem Haus- und Hofthema Geschichte erzielte.

Doch genug der Zurschaustellung meiner eigenen Leistungen, ich wurde im September in gewisser Weise wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Als Titelverteidiger im KO Quiz bekam ich die einmalige Chance, gleich 2 Mal meinen Titel zu verteidigen. Zum ersten Mal wurden in Memmingen 2 KO Quiz gespielt und nicht nur die Titelverteidigung misslang beide Male, ich kam nicht einmal ins Finale. Keine Glanzleistung vl., aber es liegt schlichtweg daran, dass dieser Bewerb nicht nur extrem lustig und kurzweilig, sondern auch heiß umkämpft ist.

Der Deutschlandcup war zwar diesmal auf der etwas leichteren Seite, nur leider ist er mir nicht so entgegengekommen. Mit über 50 Punkten sollte es aber kein Streichresultat am Ende des Jahres sein. Bin überhaupt gespannt wo ich in der Jahreswertung landen werde, beim Einzelquiz in Potsdam war meine Platzierung und meine Punkte ganz annehmbar, eine gute Basis für weitere Stockwerke sozusagen.

Im Spezialcup (Sport&Spiele) ging das ewige Duell zwischen mir und Claudia relativ deutlich an sie. Das ist eigentlich unsere Lieblingskategorie um uns miteinander zu messen, denn sie liegt uns beiden und wir sind auch ähnlich stark (bis auf dieses Mal, da war meine Niederlage doch relativ deutlich)

Neue Dimensionen zu erreichen ist auch beim Quizspielen immer wieder drin. Dieses Monat war es eine neue Dimension an Fragen, denn dank zweier KO Quiz und gleich 3 Buzzerrunden waren es so viele Fragen wie noch nie. Auch ich durfte wieder 30 Fragen als Autor beisteuern, die anderen beiden Autoren waren Christoph Paninka und Michael Marji (der auch das zweite KO Quiz moderierte)

Ich möchte mich auf jeden Fall herzlich bei allen bedanken für den tollen Abend, freue mich sehr auf das nächste Mal und, last but not least, gibt’s noch die ausführliche Erklärung zur Überschrift. Verkürzt gesagt wurde nach der Sportart gefragt, die Claudia in den letzten 16 Jahren professionell betrieben hat. Doch die Formulierung war besonders schön, denn es wurde dabei nicht nur auf ihre Erfolge, sondern vor allem auf ihre Teilnahme an der deutschen Meisterschaft in Potsdam im Mai Bezug genommen. 🙂

Auf und ab – Eine Achterbahnfahrt nach und in Memmingen

VON ANDREAS STOLZ

Viele Wege führen nach Memmingen. Das ist auch wichtig, wenn man sich aus Innsbruck beeilt, rechtzeitig zum Quizabend zu kommen. Während die naheliegende Route über den Fernpass im Sommer durch Stau oft verunmöglicht wird, sonst aber die schnellste ist und wir auch schon zweimal über Vorarlberg gefahren sind, haben wir diesmal die Route über Garmisch gewählt. Sehr schön, aber auch hier nimmt der (langsame) Verkehr immer mehr überhand, wir mussten uns also wirklich beeilen.

Es wäre wirklich ein besonderer Jammer gewesen, wenn wir zu spät gekommen wären, denn es war nicht nur ein ausgesprochen unterhaltsamer und spannender Quizabend, es gibt auch einige Erfolge zu berichten.

Ob der Städtecup zu den Erfolgen zählt, wage ich zu bezweifeln. 9 Punkte sind anhand der doch sehr anspruchsvollen Fragen (auch gemessen am Niveau des Städtecups) zwar respektabel, aber eine Spitzenplatzierung wird es vermutlich (leider) nicht. Dazu muss man sagen, dass neben der üblichen Memminger Quizkompetenz mit Manfred Lachmann und Michael Marji 2 absolute Spitzenquizzer anwesend waren. Problem war nur: Michael war Berater beim Städtecup und Manfred hatte den Städtecup schon gespielt. Soll keine Ausrede sein, wenn man besser abschneiden will in einem Teamquiz muss man als erstes selber besser werden.

Im Deutschlandcup (ebenfalls sehr anspruchsvoll) gab es für mich doch 2 Erfolgserlebnisse und ein Fakt, der mich ein wenig nachdenklich stimmt. 53,5 Punkte sind ein sehr gutes Ergebnis. In Memmingen brachte es mir bei wirklich sehr starker Konkurrenz immerhin Platz 3 ein. Ich vermute auch deutschlandweit kann sich das Ergebnis halbwegs sehen lassen. Besonders freut mich, dass ich (als Einziger in Memmingen) in einer Kategorie (Geschichte) 10 von 10 Punkten erreichen konnte. Das ist ein Erfolg, denn das kommt sehr selten vor. Es zeigt aber auch meine Schwäche auf. Im Deutschlandcup gibt es 10 Kategorien. 5 davon liegen mir bzw. sind echte Stärken von mir, die anderen 5 liegen mir nicht bzw. ich bin sehr weit abgeschlagen. Während ich also in 5 Kategorien ganz gut mithalten kann, stürze ich in den anderen Kategorien regelmäßig (und teilweise ganz fürchterlich) ab. Das erklärt warum 50+ bei mir ein großer Erfolg ist und echte Spitzenquizzer von 65 bis 70+ reden. Ich bin wie gesagt trotzdem sehr zufrieden, gerade Geschichte (neben Politik und Wirtschaft meine Haus- und- Hof- Kategorie) liegt mir doch sehr am Herzen und der Umstand, dass ich in Memmingen in der Regel gegen viele und sehr gute Geschichtelehrerinnen und -lehrer antreten darf, macht es für mich persönlich immer besonders reizvoll, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Die Konkurrenz aus Österreich war übrigens auch diesmal wieder sehr groß, denn Claudia hat mit 48,5 Punkten immerhin Platz 4 in Memmingen erobern können.

Es geht weiter mit dem KO Quiz. Dort blieb mir, nach bisher 8 Anläufen mit teilweise sehr guten Ergebnissen, darunter einige auf dem Podest, das Schicksal von Nick Heidfeld in der Formel 1 erspart. Ich habe mich, wenn auch sehr knapp, im Finale (u. A. gegen Manfred) durchsetzen können. Der Weg ins Finale war ebenfalls sehr anspruchsvoll, denn Gerold in Runde 1 und (na, will jemand raten) meine Lieblings KO Quizgegnerin Steffi in Runde 2 haben es mir doch sehr schwer gemacht. Eine „gmahte Wiesn“ wie man im süddeutschen Sprachraum sagen würde, war das auf keinen Fall. Die Titelverteidigung in einem Monat wird dafür knifflig, darauf freue ich mich schon sehr.

Spezialcup war diesmal Lifestyle und Technik. Doch bevor ich darüber berichte, muss ich ein wenig ausholen. Abgesehen von meinem Teamnamen hier in Innsbruck (Slope Artists) bieten sich skifahrerische Anspielungen immer an, seit Claudia mitfährt. An sich soll mans damit ja nicht übertreiben, weshalb ich diesmal sparsam damit umgehe. Fast schon schade, denn diesmal waren (in Paralympics Medaillen aus Pyongchang ausgedrückt) nicht nur 2 sondern gleich 7 Medaillen anwesend, denn zum Spezialcup stieß die Paralympicssiegerin und vielfache Medaillengewinnerin bei Paralympics und Weltmeisterschaften Andrea Rothfuss zu uns. Und Sie gab mit 24,5 von 60 Punkten ein beachtliches Debüt. Für mich lief es ähnlich (26,5 Punkte), doch wir haben ja noch eine dritte im Bunde und Claudia hat auch mit 34,5 Punkten eine wirklich hervorragende Leistung erbracht (Platz 3 in Memmingen).

Last but not least: Das feurig schnelle Finale, die Buzzerrunden. Und wir durften hier gleich 2 erleben. Eine von Christoph (dem wir auf diesem Weg nochmals gute Besserung und schnelle Genesung wünschen) und eine von Gerold. Christophs Buzzerfragen sind aufgrund ihrer Qualität und ihrer gelegentlich auftretenden kleinen Fallen bekannt, hochgeschätzt (und teilweise berüchtigt^^). Gerold hat (man möge mir verzeihen sollte ich mich irren) zum ersten Mal ein Quiz ausgerichtet und ich muss sagen, die Fragen waren wirklich hervorragend. Ideal für das Format und den Schwierigkeitsgrad bei immerhin 35 Fragen so genau zu treffen ist wirklich hervorragend. Da ich selbst immer wieder Fragen stelle weiß ich, dass es nicht immer leicht ist, so viele gute Fragen zu finden, Erfahrung eindeutig dabei hilft und man (siehe meine Fragen aus dem Juli) auch mal bei einigen Fragen den Schwierigkeitsgrad nicht richtig trifft. Vielen herzlichen Dank dafür.

Es war ein sehr intensiver, ausgesprochen lustiger und auch sehr langer Quizabend (Wir sind erst um kurz vor 1:00 in der Nacht losgefahren, dementsprechend waren wir auch erst nach 3:00 zuhause).

Liebe Claudia, liebe Andrea, liebe Memminger Quizfreunde. Vielen Dank für diesen wirklich wunderbaren Quizabend, ich freue mich sehr auf das Quizzen im September (Spezialcup Sport!!!!!)