Archiv der Kategorie: Sowieso Andi

Banksy, ein sicherer Punkt in Memmingen

von Andi STOLZ

Der Höhepunkt deutsche Quizmeisterschaft ist kaum vorbei, da vernehmen wir wieder den Lockruf aus Memmingen. Auch im März gab es wieder einen Deutschlandcup, der neben der netten Quizzerszene immer ein guter Grund ist, Memmingen einen Besuch abzustatten. Nicht nur wir drei (Claudia, Johannes und ich) kamen auf diese Idee, auch Manfred Lachmann beehrte den Quizstandort Memmingen wieder und brachte eidgenössische Verstärkung mit.
Dafür mussten wir (zumindest bis spät am Abend) auf Mr. Memmingen Christoph Paninka verzichten, der das ganze Wochenende ausgiebig seinen 50. Geburtstag feierte und dem wir auf diesem Wege noch einmal alles Gute für die nächsten 50 Jahre wünschen wollen.


Im Städtecup hat er uns natürlich gefehlt, 12 Punkte sind bei einem durchaus anspruchsvollen zwar in Ordnung, aber mit Christoph wäre schon der eine oder andere Punkt mehr möglich gewesen.
Im Gegensatz zum Deutschlandcup im Jänner, in welchem tendenziell ältere Semester Vorteile hatten, hat es sich diesmal umgedreht. Auch mir ist es mehr entgegengekommen und ich bin sehr zufrieden mit meinen Punkten, allerdings ergab sich folgende (relativ absurde) Besonderheit: Selten aber doch gelingt mir das zweifelhafte Kunststück, in einer Kategorie 0 Punkte zu haben. In der Regel passiert mir das, wenn es allgemein schon nicht läuft, dieses Mal passierte es mir, obwohl ich über 50 Punkte schaffe. Dafür ist es in meinen starken Kategorien wirklich gut gelaufen, wie eigentlich schon seit Jahresbeginn. Eine erfreuliche Entwicklung, ohne gute Performance in den eigenen starken Kategorien hat man keine Chance.


Nicht so wirklich zu meinen Stärken zählt Kunst und Kultur, das Thema des Spezialcups. Umso mehr freuen mich 22 Punkte. Es wäre jedoch nicht so gewesen, als ob ich mit den Fragen an sich Glück gehabt hätte, sondern es hat mir so stark wie vermutlich noch nie geholfen, dass ich so extrem viele Quizfragen spiele (ob Pubquiz oder in diesem Fall besonders Einzelquiz). Bei einigen Fragen habe ich, obwohl ich die richtige Antwort gegeben habe, diese nicht gewusst, sondern ich habe mit dem Thema der Frage einen Namen aus früheren Quiz verbunden und der war gar nicht selten richtig. Der aufgelegte Elfmeter ohne Torwart war die Frage nach Banksy. Gerold und ich haben vor dem Cup sogar noch herumgewitzelt, es wird dieses Mal wohl unmöglich sein 0 Punkte zu haben, denn man müsse ja nur 60 mal Banksy hinschreiben, schon ist ein Punkt sicher. Wir haben uns nicht getäuscht.


Eher enttäuschend ist für Gerold und mich dafür das KO Quiz, diesen Monat gestaltet durch Stefan Münst verlaufen. Nicht nur, dass wir in der ersten Runde gleich aufeinandertrafen, Runde 2 wäre mir eindeutig entgegengekommen (ihm leider nicht so sehr) und im Finale hätten wir beide die Plätze 1 und 2 belegt. Zwar macht dies unter anderem den großen Reiz des KO Quiz aus, dass bei so wenigen Fragen pro Runde auch Leute weiterkommen können, die bei einem großen Quizset (~100 Fragen) sehr schlechte Chancen haben, im Moment der Niederlage kann man sich natürlich kräftig darüber ärgern. Nächstes Monat nächstes Glück.


Zwei wunderbare Buzzerrunden durften wir auch noch spielen. Beide Runden waren wirklich sehr gut, aber auch sehr unterschiedlich. Während Stefan Münst wieder seine „3mal-um-die-Ecke-denken-samt-Pirouette-und-Handstandfragen“ auspackte, welcher immer wieder mit gefinkelten Fallen bestückt sind und bei denen es vor allem darauf ankommt im Laufe der Frage zu erahnen was denn nun wirklich gefragt wird, präsentierte uns Simon Gstaltmeyer ein Buzzerquiz, bei dem die Geschwindigkeit ganz klar das wichtigste Mittel zum Sieg war. Ein wirklich hervorragendes Training für Freunde der Buzzerquizkunst, denn beide Elemente sind bei einem Buzzerquiz wichtig.


Die Regensburger Quizgemeinde kann sich auf jeden Fall freuen, falls Simon in Bälde Proktor sein darf. Er wird sicher ein interessantes Rahmenprogramm gestalten, auch wenn wir es in Memmingen natürlich mit einem weinenden Auge sehen werden, dass er uns nicht mehr beehrt.


Die Heimfahrt über den Fernpass war recht unspektakulär, das ist nur insofern witzig, als wir hinaus nach Memmingen über Vorarlberg gefahren sind und nicht einmal überlegt haben, die kürzere Route über den Fernpass zu nehmen. Da war es natürlich ein leichtes uns spätestens auf Höhe Landeck selbst zu beglückwünschen, als im Radio die Meldung kam: eineinhalb Stunden Stau auf der B179.
Es war die Reise auf jeden Fall wert, denn der Nachmittag hat wieder sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon sehr auf April.

Deutsch-österreichischer Fragendschungel – Die deutsche Quizmeisterschaft 2019 in Berlin

von Andi STOLZ

Im Juni habe ich meinen Bericht über die deutschen Quizmeisterschaften begonnen, Gründe für eine Reise nach Potsdam aufzuführen. Für eine Reise nach Berlin gibt es sicher noch mehr davon, doch auch diesmal war der beste Grund die deutschen Quizmeisterschaften.

Die deutsche Meisterschaft hat seit diesem Jahr einen neuen Termin: Nicht mehr im Juni, sondern im Februar ging diese wunderbare Veranstaltung über die Bühne. Ideal in diesem Jahr, denn so mussten wir kein ganzes Jahr, sondern nur 8 Monate warten. Lange genug, bin ich versucht zu sagen, denn die etwas längere Anreise aus Innsbruck hat sich wieder ausgezahlt. Es war ein phantastisches Wochenende.

Die Anreise war dieses Jahr zweigeteilt. Claudia, Johannes und ich reisten aus Innsbruck mit dem Auto an (mit einem kleinen Zwischenstopp in Kiefersfelden) und Franz kam mit dem Flugzeug aus Wien. Die weiteste Anreise hatten wir trotzdem nicht, schließlich gibt es auch Quizjäger (Manuel Hobiger) die aus Zürich anreisen, worüber wir uns sehr gefreut haben.

Der Anreisetag Freitag war, man würde es kaum glauben, quizfrei. Erstens gab es keine Generalversammlung (findet erst im Juni statt) und zweitens gab es, man glaubt es kaum, kein Pubquiz. Freitag ist zwar ein wirklich untypischer Pubquiztag aber es ist trotzdem außergewöhnlich, denn Berlin ist sehr groß, es ist eine sehr internationale und auch eine studentisch geprägte Stadt. Claudia und ich haben Oliver getroffen, der es in seinem Leben allein in Berlin auf 60(!) verschiedene Pubquiz geschafft hat. Da soll noch jemand sagen ich würde zu viel spielen. 60 ist eine Zahl, die sogar mich als passionierten Vielspieler schwer beeindruckt. Schon länger denke ich mir, dass es auch 2 Vorteile hat, dass in Innsbruck nicht jeden Tag ein Quiz ist. Zum einen würde ich vermutlich auf 7-8 Pubquiz in der Woche kommen (zusätzlich zu den ganzen Einzelquiz die ich spiele), zum anderen hat man so öfter die Gelegenheit, außerhalb der heimischen Gefilde zu quizzen. Sollte ich aber einmal unter der Woche in Berlin sein und nicht noch am gleichen Abend heimfahren müssen, werde ich auf jeden Fall die Gelegenheit beim Schopf packen und eines spielen.

Tragisch war es jedoch nicht. So hatten wir nicht nur die Gelegenheit, das Regierungsviertel ein wenig zu erkunden, kulinarisch hat es uns auch gutgetan: Wir gingen äthiopisch Essen. Das kenne ich zwar schon aus Wien, aber es schmeckt wirklich vorzüglich, das Addis Abeba ist jeden Besuch wert.
Zurück zum Quiz. Man musste gar nicht erst zum Veranstaltungsort gehen (ja, zu Fuß gehen), wenn man in einem Hotel wohnt, das nur 200 m entfernt liegt: Schon der Frühstücksraum war Treffpunkt der deutschen Quizcommunity.

Der erste Wettbewerb im Programm war die Doppelmeisterschaft. Dort haben wir uns mit unseren Freunden aus Memmingen zusammengetan und ich muss sagen sehr erfolgreich: Alex Künzl und ich landeten auf Platz 33, knapp hinter Claudia und Franz auf Platz 26 und Johannes durfte dank der Hilfe von Steffi Zimmer über Platz 20 jubeln. Gewonnen wurde das Quiz übrigens von Holger Waldenberger und Markus Solty und zwar relativ deutlich, denn bei der auch dieses Jahr wieder geschlossen anwesenden deutschen Quizelite sind 4 Punkte Vorsprung kein Pappenstiel.

Am Nachmittag ging es weiter mit der Qualifikation für die Buzzermeisterschaft. Leider war diese kein Buzzerquiz, das wäre mir mehr gelegen. Während Claudia hauchdünn in eben jener Qualifikation (gespielt wurde 50 Fragen von Thorsten Zirkel und Sebastian Klussmann) scheiterte, landete ich im (schwer) geschlagenen Feld. Auch gehörte ich (wie Claudia, Franz und Johannes) nicht zu den 8 von Fortuna geküssten, deren Name gezogen wurde. Der Vorteil war, ich konnte mir in Ruhe ansehen, wie sich die Besten der Besten schlagen, wenn es auf Zeit geht, der kleine Nachteil, ich hätte meine immer besser werdenden Buzzerfähigkeiten gerne gegen genau jene Besten getestet.
Da ich das Format aus Potsdam schon kannte (bis zum Viertelfinale 4 Spielerinnen bzw. Spieler je Runde, Fragen bestehen aus 10 Hinweisen die nacheinander eingeblendet bzw. vorgelesen werden), konnte ich mir ein paar Gedanken dazu machen. Da man nicht unbegrenzt auf den Buzzer hauen darf bzw. nach einer falschen Antwort einen Hinweis lang aussetzen muss, ist die richtige Wahl des Risikos entscheidend. Natürlich führen die ersten Hinweise immer wieder ein wenig in die Irre, jedoch habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Fragen doch so gestellt sind, dass die Antwort in der Regel etwas sehr Bekanntes ist und mit Hinweis Nr. 10 auch relativ leicht wird. Daraus folgend würde ich empfehlen, mehr Risiko zu nehmen, speziell, wenn man davon ausgehen kann, dass das Gegenüber mehr quizrelevantes Allgemeinwissen besitzt als man selbst.

Teil 2 der Buzzermeisterschaft sollte am Sonntagnachmittag folgen, am ersten Tag haben sich in der Regel die Favoriten durchgesetzt. Hochklassig und vor allem spannend war es dennoch, der Bewerb macht sowohl zum Spielen als auch zum Zusehen sehr viel Spaß.

Es folgte das Teamquiz am Samstagabend. Autor der Fragen: Holger Waldenberger. Wobei Fragen eigentlich eine etwas zu plumpe Beschreibung ist, es waren teilweise mehr elegante Wortkompositionen, auf die man eine sinnvolle (und im besten Fall richtige) Antwort geben konnte. An Holger Waldenberger ist überhaupt ein Literat verloren gegangen, denn mit ein wenig Phantasie konnte man seine Fragen phasenweise wie die Kapitel einer witzig formulierten und sehr anspruchsvollen Rätselgeschichte lesen. Wer sich übrigens Quizratschläge von ihm holen will, es gibt einige Videos auf einer sehr bekannten Videoplattform in denen er sein Wissen und seine Einschätzung mit uns teilt. Wer will kann ja einmal hineinschauen.

Insgesamt haben wir als Team sehr gut harmoniert und auch sehr gut abgeschnitten. Da auch dieses Quiz rundenbasiert ist (10 Runden a 10 Fragen) und die Zeit knapp bemessen ist, kommt es ein wenig guten Buzzerquizzern entgegen. Das soll aber kein Selbstlob sein, ich war an diesem Abend das schwächste unserer 4 Teammitglieder.

Die Nacht kann kürzer oder länger sein, wer wissen will wie es ist, wenn die Hotelschlüsselkarte nicht funktioniert kann sich gerne vertrauensvoll an Claudia oder mich wenden, wer mehr über Bier und Peter Cornelius erfahren will, möge sich an Franz Eichhorn und Manfred Lachmann halten.

Es kam der Sonntag und damit das Einzelquiz am Vormittag. Wie erwartet habe ich mich im Vergleich zum letzten Jahr deutlich verschlechtert (gleich um 14 Punkte). So erging es nicht nur mir, einige Favoriten hatten zu knabbern an den Fragen. Für mich kam das nicht überraschend, ich kenne den Fragenautor (ÖQV Obmann Stefan Pletzer) und vor allem seine Fragen sehr gut (wer ÖQV Mitglied ist kann jede Woche all seine Fragen für das Tribaunquiz kostenlos nachspielen) und wusste daher schon vorher, dass die Fragen zwar gut werden, diese und vor allem Gewichtung und enthaltene Hinweise mir nicht entgegen kommen.

Es sollte der große Tag von René Waßmer werden. Er konnte nicht nur (am Nachmittag) seinen Titel als deutscher Buzzerquizmeister verteidigen, er setzte sich auch im prestigeträchtigsten Bewerb, dem Einzelquiz, durch.

Am Nachmittag, beim Finale der Buzzermeisterschaft wurde dann noch einmal tief in die Trickkiste gegriffen. Für uns wurde es ein wenig zur Zitterpartie und das in doppelter Hinsicht. Erstens sind die einzelnen Runden sehr spannend zum Zusehen, zweitens mussten wir zittern ob es sich für Christoph Paninka (der es immerhin ins kleine Finale schaffte) zeitlich noch ausgehen würde, rechtzeitig beim Flughafen zu sein. Die Chance, dass sein Flieger extra auf ihn warten würde, erschien uns dann doch sehr gering. Um alle zu beruhigen, es ist sich ausgegangen – dass langsames Autofahren und Claudia nicht zusammenpassen, wusste wir aber vorher schon.

Danach noch einmal zurückzufahren war (leider) keine Option, immerhin hatten wir noch eine komplette Autofahrt nach Innsbruck vor uns. So war die Verabschiedung etwas kürzer bzw. von den beiden Moderatoren (Stefan Georg und Jürgen Kohlschmidt) der Buzzermeisterschaft konnten wir uns gar nicht mehr persönlich verabschieden. Den beiden gebührt ein besonderes Lob, durch ihre ruhigen und deutlichen Stimmen wird das Buzzerquiz zu einem echten Highlight. Jeden Hinweis tragen sie in einer Professionalität vor, von der ich mir noch eine Scheibe abschneiden muss und zwischendurch lassen sie ihren feinsinnigen Humor und ihre Begeisterung für den Quizsport durchblitzen.

Es bleibt uns allen ein tolles Wochenende in Erinnerung. Wir haben sehr viele bekannte Gesichter getroffen, sehr viele neue und sehr nette Menschen kennen gelernt und ich hoffe, sie alle möglichst bald wiederzusehen. Neben meinen Mitreisenden und Mitspielern will ich mich ganz herzlich bei allen helfenden Händen im Hintergrund bedanken, ohne deren Einsatz wir alle kein so ein tolles Wochenende hätten erleben können und die zurecht den größten Applaus am Sonntag bekommen haben. Ebenfalls bedanken will ich mich bei den Fragenautoren Holger Waldenberger, Sebastian Klussmann, Thorsten Zirkel und Stefan Pletzer, beim gesamten Vorstand des DQV, sowie für die Moderation bei Sebastian Stoll und den beiden schon genannten Jürgen Kohlschmidt und Stefan Georg. Meine Vorfreude auf das kommende Jahr ist riesig.

Zum Schluss will ich das Highlight unserer Heimreise nicht verheimlichen. Uns erreichte im Auto eine Nachricht aus Berlin von Manuel Hobiger, der uns darüber informierte, dass es in Berlin einen „YOLO Döner“ gibt und er stellte eine Vermutung darüber an, wie oft man diesen wohl essen könnte. Vielen Dank dafür, wir haben uns alle köstlich amüsiert und werden diese Information sicher in dem einen oder anderen Teamnamen in Innsbruck verwerten.

So eine Lautstärke ist nicht Ouzo

von Andi Stolz

Runde 2 im Deutschlandcup 2019 war mehr als Grund genug, wieder einen Abstecher nach Memmingen zu machen- auch wenn der Fernpass an einem Samstag Vormittag nach wie vor zu meiden ist. Wir waren nicht die einzigen, denn mit 27 Teilnehmern war der Standort Memmingen ausgezeichnet besucht.

Begonnen haben wir mit dem Spezialcup. Obwohl mir Politik und Wirtschaft ähnlich liegen sollte wie Geschichte, war das Ergebnis nicht mehr ganz so gut wie im Jänner. Immerhin 35 Punkte, das hätte auch schlechter laufen können. Positiv zu erwähnen ist auch, dass es im ewigen Beziehungsduell mein erster von 3 Siegen war (bei 3 Einzelquiz), die Revanche wird kommendes Wochenende in Berlin wohl auf dem Fuß folgen.

Der Deutschlandcup lief deutlich besser als letztes Monat. Zwar sind 52 Punkte immer noch nicht das Gelbe vom Ei, aber immerhin schon mehr als ich im Spezialcup hatte und sogar mehr als ich letztes Monat im Spezialcup hatte. 7 bzw. 8 Punkte in Geschichte bzw. Politik stehen 3 Punkte bei Welt und Natur gegenüber, das wäre an sich keine Erwähnung wert, wenn ich nicht ausgerechnet in meiner schlechtesten Kategorie (Film und Fernsehen) 6(!) Punkte geschafft hätte. Sachen gibt’s. Der Schwierigkeitsgrad war bei beiden Fragensets übrigens sehr gut ausgesucht: Anspruchsvoll aber nicht frustrierend.

In diesem Zusammenhang will ich (wenn auch ein wenig Off-Topic) Werbung machen für eine Einzelspielerserie aus der Schweiz mit dem Namen SwissQuiz. Auch in der Schweiz gibt es inzwischen einen nationalen Quizverband und der Präsident, Philipp Rohrer hat diese neue Serie konzipiert. Ich hatte 44 Punkte von 100 und ich kann das Quiz nur empfehlen.

Beim KO-Quiz kam ich auch diesen Monat ins Finale und belegte am Ende Rang 3. Wenn man so will habe ich es einer der größten Skifahrerinnen aller Zeiten vorgemacht - wobei ich nicht so bald vorhabe, mein Karriere zu beenden. Dafür gibt es eine neue Führende im ewigen Memminger KO-Quiz Medaillenspiegel: Kerstin hat uns allen im Finale mind. 2 Punkte abgenommen und hat damit völlig verdient gewonnen.

19 Punkte sind sich diesmal nicht ausgegangen im Städtecup. Auch ein Sieg wird es nicht werden, trotzdem waren wir mit 14 Punkten wieder sehr gut. Es läuft zurzeit im Städtecup.

Das Blitzquiz mit den Buzzern, sonst oft das erfrischende Highlight der Ausflüge nach Memmingen wurde dieses Mal leider unter Wert geschlagen, denn das griechische Lokal in dem wir waren, war am Abend so voll, dass es leider viel zu laut war. Denn die Fragen von Stefan waren hervorragend. Die waren so gefinkelt gestellt, dass man nur gewinnen konnte, wenn man extrem schnell 3 bis 4 Mal um die Ecke denken konnte und den richtigen Zeitpunkt erwischte, auf den Buzzer zu hauen. Ausgezeichnete Fragen, ich freue ich auf mehr.

Es hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht in Memmingen zu quizzen, ich freue mich schon sehr auf März. Davor steht jedoch kommendes Wochenende das erste große Quizwochenende des Jahres vor der Tür: Die Deutsche Quizmeisterschaft in Berlin. Drückt uns die Daumen.

Mit dem Regen nach Zürich, mit Schnee im Auto zurück

Von Andi STOLZ

Keine Angst die Überschrift ist deutlich dramatischer als es war, doch schön der Reihe nach. Ausnahmsweise nicht nach reiflicher Überlegung, sondern eher spontan haben wir uns vergangenen Sonntag dazu entschieden, Zürich einen Besuch abzustatten. Dafür gibt es 4 gute Gründe.

1.) Es ist immer schön, Manuel Hobiger zu treffen.
2.) Das Quiz am Sonntag im Shamrock ist ein wirklich ausgesprochen gutes Quiz.
3.) Gemeinsame Quizausflüge sind immer ein lustiges Erlebnis
4.) Auch kulinarisch ist Zürich eine Reise wert, die Bratwürste im Sternengrill sind wirklich gut.

Relativ spontan haben wir uns entschieden, dass wir Innsbruck Innsbruck sein lassen wollen an einem Sonntag Nachmittag bzw. Abend und nach Zürich zum Quiz fahren. Wir, das waren in diesem Fall Johannes Eibl, Claudia Lösch und meine Wenigkeit. Wie schon im Dezember haben wir ein wenig ein Händchen dafür, den Regen mitzunehmen. Da nützt weder eine Fehlinterpretation unseres Navis noch 30 Minuten im Stau auf der Autobahn entlang des Walensees. Es hat wirklich geschüttet und gestürmt. Umso wichtiger war uns ein warmes Essen, erstens gegen den immer stärker werden Hunger und zweitens als kleinen Ausgleich für die eine Minute Fußweg hin und zurück, der einem Sprung in ein zugiges Schwimmbecken entsprach.


Im Gegensatz zum Dezember des Vorjahres haben wir diesmal keinen Deutschlandcup gespielt, sondern nur das Pubquiz am Abend. Das war auch diesmal eine Reise wert. Nicht nur weil wir (wieder) Platz 2 belegt haben, sondern weil das Quiz wirkich extrem gut gemacht ist. Quizautor ist dort (fast) jeden Sonntag Rajan Thambehalli, seines Zeichens Mitglied im Schweizer Quiznationalteam.


Auch diesmal waren die Fragen wieder sehr gut ausgewählt, sowohl vom Schwierigkeitsgrad als auch von der Länge. Man hat bei jeder einzelnen Frage das Gefühl, es werden zwar vermutlich nicht alle Teams die Frage richtig beantworten, aber die Chance, dass kein Team auf die richtige Antwort kommt ist äußerst gering. Natürlich gibt es leichtere und schwerere Fragen, aber sie kippen nie ins Extreme, sei es extrem leicht oder extrem schwer. Einzelne Fragen glänzen auch durch besonderen Einfallsreichtum. Eine dieser Fragen hat mich inspiriert, mir dieses Jahr eine Liste zu schreiben und am Jahresende meine Lieblingsfragen hier zu veröffentlichen samt Begründung warum mir die Fragen so gut gefallen und warum ich der Meinung bin, dass diese Fragen besonders erwähnenswert sind.
Beeindruckend an dem Quiz ist auch das Zeitmanagement. Es wird nirgend sinnlos Zeit vergeudet, man hat immer das Gefühl, dass man am Spielen ist, gleichzeitig wird man aber nicht gehetzt auch wenn ich dazu tendiere, zumindest eine Idee hinzuschreiben wenn wir die Antwort nicht wissen und eher gegen Ende der jeweiligen Runde diese noch einmal zu überarbeiten als nichts hinzuschreiben und am Ende noch eine (geratene) Antwort zu geben. Unendlich Zeit ist schließlich auch nicht und die Fragen benötigen in der Regel durchaus ein kleinen Denk- und Diskussionsprozess.


Wer sich neu als QuizmasterIn eines wöchentlichen Quiz versuchen will und zufällig an einem Sonntagabend noch in Zürich ist, der- oder demjenigen kann ich nur empfehlen sich das Quiz anzusehen und erfahrene Quizmaster können sich entweder etwas abschauen oder werden ganz besonders zu schätzen wissen, wie gut organisiert und durchgeführt das Quiz ist.


Um nicht allzu spät ins Bett zu kommen (am Montag in der Früh ruft schließlich die Arbeit), begaben wir uns relativ bald nach dem Quiz auf die Heimreise. Und hier kommt nun der verflixte Schnee ins Spiel, ein Umstand, welcher nicht frei von Ironie ist, wenn man bedenkt, dass mein Team den Namen „Slope Artists“ trägt und Claudia bis vor einigen Monaten professionelle Skirennläuferin war. Das Problem war nicht etwa, dass wir von den Züricher Gehsteigen zu viel Schnee ins Auto mitgenommen hätte, denn in Zürich liegt kein Schnee, sondern dass wir in Liechtenstein einen Fahrerwechsel machten. Da Claudia und ich nicht exakt gleich groß sind, musste ich erst Sitzposition und Spiegel auf mich abstimmen. Dabei unterlief mir ein kleines Missgeschck, mit eher größeren Folgen. Ich kam versehentlich am Fensterheber für das Beifahrerfenster an. An sich kein Problem, wen stören schon 2-3 Sekunden frische Luft im Winter. Problematisch war, dass das einmal halb geöffnete Fenster sich nicht mehr schließen lassen wollte. Jetzt war guter Rat teuer, denn an einem Sonntag kurz vor Mitternacht ist es gar nicht so leicht, eine Tankstelle zu finden, die noch offen hatte. Dank der massiven Schneefälle in Vorarlberg waren die heimischen Automobilclubs so hoffnungslos überlastet, dass wir vermutlich 1,5 Stunden auf den Pannendienst hätten warten können. Ob uns nun im Stehen oder beim Fahren zu kalt wird war auch schon egal, so gingen wir wieder zu Plan A über, eine Tankstelle suchen und dann möglichst schnell heim in unser geliebtes Innsbruck. Nach ein wenig suchen und einigen Kilometern Fahrt fanden wir zum Glück eine offene Tankstelle und der Verkäufer dort hatte zu unserem Vorteil sehr ansprechende Kenntnisse wenn es um die Technik rund um das Auto geht. Zu Viert gelang es uns, das Fenster fast zur Gänze zu schließen und den Rest abzukleben. Ist uns sehr gut gelungen, muss ich sagen. Davor ließ es sich aber leider nicht vermeiden, dass einzelne Schneeflocken den Weg ins Auto fanden. So kam der Schnee mit nach Hause.


Die Quintessenz meiner langen Ausführungen ist: Ein Quizausflug nach Zürich lohnt sich immer, einzelne Widrigkeiten hin oder her. Oder um Otto von Quizmarck zu zitieren: Die Probleme unserer Zeit werden mit Google Maps und Klebeband gelöst.